August Emanuel von Reuss (1811-1873)

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A.E. Reuss
August Emanuel Rudolf Reuss (A.E. Reuss) wurde am 8. Juli 1811 im böhmischen Bílina (Bilin) geboren. Er promovierte mit nur 22 Jahren zum Doktor der Medizin an der Universität in Prag. Doch bereits vor seinem Medizinstudium interessierte sich Reuss für die Geologie/Mineralogie und führte während seiner Arzttätigkeit Geologisch-Paläontologische Untersuchungen durch. Abb.: A.E. Reuss

Quelle: www.cgu.cz

Seine Arbeit als Arzt in Bilin schien den jungen Reuss nicht zu befriedigen. Am Hofe eines Biliner Fürsten schrieb er an seinen "geognostischen Skizzen aus Böhmen" und war 1838 Autor der "Petrographischen Karte von Teplitz und seinen Umgebungen". 1846 veröffentlichte er sein wohl bekanntestes Werk: Die Versteinerungen der böhmischen Kreideformation - mit Abbildungen der neuen oder weniger bekannten Arten. H.B. Geinitz bezeichnete diese Monographie als "[...] Hauptquellenwerk für die Kreideformation. [...]".

Seinem grossen Fleisse folgte sehr bald die Anerkennung in wissenschaftlichen und anderen Kreisen. Er wurde bereits am 26. Januar 1848 zum wirklichen Mitgliede der K. Akademie der Wissenschaften in Wien ernannt und seine Vaterstadt ehrte ihn in demselben Jahre durch Verleihung des Ehrenbürgerrechts.

(H.B. Geinitz, 1873)

Medizin, Geologie und Philosophie

Zum Professor an der Universität Prag berufen, setzte der Sohn des königlichen Bergrathes Dr. Franz Ambrosius Reuss (F.A. Reuss) seine geowissenschaftliche Karriere 1849 fort. Er lehrte in Prag Geologie, Mineralogie und Paläontologie. Sein Schaffen als Dekan des philosophischen Instituts und als Direktor an der Prager Universität zeugen von seiner Vielseitigkeit. 1861 wurde er von der Universität Breslau mit dem Ehrendoktortitel in Philosophie geehrt.

Reuss' VersteinerungenIn dieser Zeit veröffentlichte er weitere Monographien und Karten zur Geologie-Paläontologie Böhmens. 1863 zum Professor in Mineralogie an der Universität in Wien berufen bearbeitete er in Geinitzs Hauptwerk - dem Elbthalgebirge (1871-75), u.a. die Bryozoen, Foraminiferen und Ostracoden der sächsisch-böhmischen Kreide. Er erhielt dafür das Ritterkreuz des königlich sächsischen Albrechtsordens.

Reuss wurde im Jahre 1870 in den Österreichischen Adelsstand erhoben (A.E. von Reuss).

Im November 1873 erlitt er einen "Lungenblutsturz" und verstarb am 26.11.1873 in Wien.

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