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Horna et al. 2011. Die Mergel von Börnersdorf (Osterzgebirge) - Stratigraphie, Tektonik und Geophysik eines verdeckten Oberkreidereliktes

tags: börnersdorf, erzgebirge, horna, coniac, mergel
Über ein ''neues'' Kreidevorkommen im Osterzgebirge
Über ein ''neues'' Kreidevorkommen im Osterzgebirge
Frank Horna, Ottomar Krentz, Stefan Buske, Joachim Schönfeld & Lutz Sonnabend. 2011. Die Mergel von Börnersdorf (Osterzgebirge) - Stratigraphie, Tektonik und Geophysik eines verdeckten Oberkreidereliktes. Freiberger Forschungshefte: C, Geowissenschaften, 540: 65-78.

Abstract
Cretaceous deposits, covered by Quaternary sediments in the Osterzgebirge (Saxony) between Bad Gottleuba and Börnersdorf have been investigated. Beside the interpretation of existing drill logs, 15 new short wells were drilled as well as three seismic profiles were shot. Samples were taken for micropaleontologic analysis. The existence of Upper Cretaceous marls with a lateral extent of about 500 by 600 metres was proven. Due to the results of the seismic and stratigraphic interpretation, a thickness of 250 to 300 m of sediments can be assumed. The Cretaceous deposits are bounded by NW-SE and NE-SW striking faults. The foraminifera assemblage  indicates early to middle Coniacian age of the marls. From the occurrence of Cenomanian and lower Turonian sandstones nearby a fairly complete upper Cretaceous succession can be concluded. The origin of such a narrow delimited basin, with such a huge
depth is not yet fully understood. At present we suggest that a pull-apart-basin is responsible for the preservation of the sediments.

Zusammenfassung
Zwischen den Ortschaften Bad Gottleuba und Börnersdorf im Osterzgebirge (Sachsen) wurde ein durch quartäre Sedimente verdecktes Kreidevorkommen näher untersucht. Dazu wurden neben der Auswertung vorliegender Bohrungen 15 Rammkernsondierungen abgeteuft, drei nahseismische Profile geschossen sowie mikropaläontologische Untersuchungen durchgeführt. Die Untersuchungen wiesen eine Verbreitung oberkretazischer Mergel auf einer Fläche von ca. 500 x 600 m nach. Aus stratigraphischen Gesichtspunkten und nach den Ergebnissen der Seismik ergibt sich eine geschätzte Mächtigkeit des Vorkommens von ca. 250-300 m. Das Vorkommen wird durch NW-SE- und NE-SW-streichende Störungen begrenzt, die mit ca. 30-45° zum Inneren der Senke einfallen. Mit Hilfe der nachgewiesenen Foraminiferenfauna lassen sich die Mergel von Börnersdorf ins Unter- bis Mittel-Coniac einstufen. Die Verbreitung von cenomanen und unterturonen Sandsteinen in unmittelbarer Nähe des Vorkommens lässt auf ein relativ vollständiges Oberkreideprofil schließen. Die Bildung einer räumlich so eng begrenzten Senke mit relativ großer Tiefe ist noch nicht geklärt. Derzeit wird angenommen, dass für die Erhaltung der Sedimente die Absenkung in einem pull-apart-Becken erfolgte.

Quelle (PDF): http://eprints.uni-kiel.de/13055/

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