Cotta, 1838. Geognostische Wanderungen II: Die Lagerungsverhaeltnisse an der Grenze zwischen Granit und Quader-Sandstein bei Meissen, Hohnstein, Zittau und Liebenau
Die Lagerungsverhältnisse, welche auf den nachfolgenden Blättern geschildert werden sollen, sind von der Art, daß man ihnen nicht sogleich einen prakhtischen Wert ansieht, aber sie sind auf der anderen Seite so großartig und ihre richtige Erkennung ist für die Wissenschaft so wichtig, daß der Versuch, sie zu entwickeln und zu deuten, weder unwürdig, noch unnütz genannt werden kann. Was ihr Studium zunächst zu bewirken vermag, ist freilich nur die Erregung oder Befriedigung der dem Menschen angeborenen wissenschaftlichen Neugier, und der Reiz des Nachdenkens über Naturereignisse, die weit außer der Sphäre unsererZeit liegen - mit einem Worte das Vergnügen, welches die Erforschung der Natur und ihrer Gesetze gewährt. Die Frage aber, ob eine solche Untersuchung durch ihr nothwendiges Eingreifen in den Entwickelungsgang der Wissenschaft nicht irgend eine unmittlbar für das äußere Leben wichgtige Entdeckung herbeiführen oder befördern könne, darf wenigstens von Niemand unbedingt verneint werden.
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Tharand am 15. März 1838
Bernhard Cotta
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