Engelhardt, 1891. Ueber Kreidepflanzen von Niederschöna

kreidefossilien.de
Engelhardt, Kreidepflanzen von Niederschöna
Hermann Engelhardt, 1891. Ueber Kreidepflanzen von Niederschöna. - Sitzungsberichte und Abhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft ISIS (Warnatz & Lehmann) Dresden 12 (1891): 79-105. Abb.: Engelhardt, Kreidepflanzen von Niederschöna

VII. Ueber Kreidepflanzen von Niederschöna.
Von H. Engelhardt.
(Mit Tafel II.)

Schon seit langer Zeit haben die Pflanzenreste, welche in der Nähedes Dorfes Niederschöna bei Freiberg in Sachsen zweien zum unteren Quader zu rechnenden Schieferthonschichten entnommen werden konnten (vgl. Cotta, Geogn. Beschr. der Gegend von Tharand, S. 54), die Aufmerksamkeit der Paläontologen auf sich gerichtet. Forscher wie Brongniart, Sternberg, Bronn, Geinitz, Göppert beschrieben von da stammende Farne, Cycadeen und Coniferen, während Ettingshausen durch seine Abhandlung: „Die Kreideflora von Niederschöna in Sachsen, ein Beitrag zur Kenntniss der ältesten Dicotyledonengewächse“ (Sitzungsberichte der Kais. Akademie der Wissenschaften, Bd. 55) dasselbe mit den aus der Cotta'schen, jetzt in Berlin befindlichen Sammlung stammenden Resten that. Seit dieser im Jahre 1867 erschienenen Publication ist eine weitere nicht erfolgt, besonders wohl deshalb, weil schon seit längerer Zeit infolge Verlassen des Bruches, der unter allen dort befindlichen bis heute der einzige fossile Pflanzenreste führende war, eine weitere Ausbeutung unmöglich gemachtworden ist. Wohl habe ich bei zweimaligem Besuche der Localität, mitwelcher mich Herr Bergrath Professor Stelzner in Freiberg in liebenswürdiger Weise bekannt gemacht, noch einzelne Reste herausarbeiten können, doch boten sie, da die einzige noch zugängliche Schicht von den Witterungs-einflüssen bis weit unter die sie bedeckende Sandsteinwand hin mürbe gemacht und in kleinere Stücken zertheilt worden ist, nur geschädigte, meist ganz verbleichte Trümmer von Pflanzenresten dar. Obgleich nachden von mir dabei gemachten Erfahrungen angenommen werden muss, dass auf weitere Erstreckung des gesund gebliebenen Gesteins noch viele Ausbeute erlangt werden dürfte, so kann dies doch nur erst der Fall sein,wenn der Bruch zum Zwecke des Abbaues von Sandstein einmal wieder aufgenommen werden sollte. Bis dahin dürfte aber noch viele Zeit vergehen.

Trotzdem ist es möglich, die Kenntniss der Niederschönaer Kreideflora zu ergänzen. Die Sammlung der Bergakademie zu Freiberg birgt unter ihren Schätzen eine grosse Anzahl zu ihr gehöriger, von Reich gesammelter Stücke. Sie sind beinahe durchgängig ohne jegliche Bestimmunggelassen oder, wo sie vorhanden, mit den von Reich gegebenen Namenversehen. Eine Durchsicht, die mir von Herrn Professor Stelzner gütigst gestattet wurde, war immerhin geboten. In der „Festschrift der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Isis in Dresden zur Feier ihres 50jährigen Bestehens“ (Dresden 1885) habe ich [...]

Ges. Isis m Dresden, 1891. - Abb. 7.

Auszug S. 79

Digitalisate:

Download PDF
Datei herunterladen (6.54 MB)

Artikel bewerten:
  • Momentan3/5 Sterne
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertungen: 24

verwandte Artikel

  • Velenovsky, 1888. Die Farne der böhmischen Kreideformation
  • Engelhardt, 1885. Die Crednerien im unteren Quader Sachsens
  • Bayer, 1896. O rostlinvstu vrstev chlomeckych [Die Flora der Chlomeker Schichten]
  • Meusegast: Brücke über das Seidewitztal
  • sächsische-kreide.de: Infoblatt 11/12-2010 erschienen
  • Velenovsky, 1885. Die Gymnospermen der böhmischen Kreideformation
  • Geinitz, 1848. Über obern Quader
  • Velenovsky, 1882-1886. Die Flora der böhmischen Kreideformation: Theil 1 - 3
  • Forschung: neue Veröffentlichungen 2010
  • Wanderer, 1908. Ein Vorkommen von Enoploclytia Leachi Mant. sp. im Cenoman von Sachsen
  • Velenovsky, 1887. Neue Beiträge zur Kenntnis der Pflanzen des böhmischen Cenomans
  • Engelhardt, 1892. Über böhmische Kreidepflanzen
  • Fritsch, 1869. Studien im Gebiete der böhmischen Kreide-Formation. 1. Perucer Schichten
  • Wanderer, 1910. Cenoman-Aufschluß im Sandsteinbruch westlich von Alt-Coschütz bei Dresden
  • Bayer, 1900. Einige neue Pflanzen aus der Perucer Kreideschichten in Böhmen

Kommentar verfassen

  • Pflichtfelder sind mit * markiert.

Sollte der Sicherheitscode unleserlich sein, kann durch einen Klick auf das Bild ein neuer Sicherheitscode erzeugt werden.
 
Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, dass die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, auf dem Server von kreidefossilien.de im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar gespeichert wird. Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Weder E-Mail-Adresse, noch IP-Adresse sind öffentlich sichtbar und werden nicht an Dritte übermittelt. IP-Adressen werden nach 30 Tagen gelöscht.

Top 10 Artikel

Literatur