Otto, 1857. Nachtrag zu den Versteinerungen des Kreidegebirges in Sachsen, seit dem Erscheinen des Werkes: Das Quadersandsteingebirge oder Kreidegebirge in Deutschland, H. Br. Geinitz 1849

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Ernst von Otto: Nachtrag zu Geinitz Elbthalgebirge
Ernst von Otto, 1857. Nachtrag zu den Versteinerungen des Kreidegebirges in Sachsen, seit dem Erscheinen des Werkes: Das Quadersandsteingebirge oder Kreidegebirge in Deutschland, H. Br. Geinitz 1849. Allgemeine deutsche naturhistorische Zeitung (Zeitschriftenband N.F.3.1857 + Literaturblatt 1857): 24-35. Abb.: Ernst von Otto: Nachtrag zu Geinitz Elbthalgebirge

Nachtrag
zu den Versteinerungen des Kreidegebirges in Sachsen,
seit dem Erscheinen des Werkes : Das Quadersandsteingebirge
oder Kreidegebirge in Deutschland, H. Br. Geinitz
1849.

Von E. v. Otto.

Acht Jahre sind verflossen, seit die letztgenannte fleissige und genaue Arbeit des genialen Verfassers im Drucke erschien. Waren auch die erstem derselben durch ihre Alles störenden Verhältnisse nicht geeignet, ein ruhiges Forschen in den Wissenschaften zu begünstigen, so um so mehr die darauf folgenden. Die schmerzlich vermisste wissenschaftliche Thätigkeit trat mit erneuter Kraft wieder auf und suchte durch emsigen Fleiss die verlorne Zeit wieder zu ersetzen.
So gelang es uns auch wieder durch glückliche Erfolge unsers Forschens und Suchens, theils die Zahl der bekannten Versteinerungen des deutschen Kreidegebirges zu vermehren, theils für schon bekannte Petrefacten desselben Schichten zu entdecken, in welchen sie vorher noch nicht aufgefunden wurden, auch mehrere neue Fundorte für diese auszukundschaften.
Die Grenzen, in welchen sich dieser Nachtrag bewegt, umfassen nur Sachsen und nicht das gesammte Deutschland, wir theilen darin auch nur Dasjenige mit, was wir selbst aufzufinden so glücklich waren. Professor Dr. Geinitz sagt zum Schlüsse der Vorbemerkungen zu der zweiten Abtheilung seines eben genannten Werkes Seite 83:
„Vielleicht giebt diese vergleichende Uebersicht von Fundorten mannichfache neue Anregung, recht Vieles, was der Schooss der Erde noch birgt, bald zu Tage zu fördern etc.,"
wir glauben demnach ganz in seinem Sinne zu handeln, wenn wir da anfangen, wo er damals aufhörte, indem wir die Resultate unsrer neuern Forschungen hierdurch in gedrängter Kürze veröffentlichen und dadurch quasi einen Nachtrag zu seiner Uebersicht liefern; wir hoffen aber auch, es dürfte diese unsre Mittheilung Geologen und Palaeontologen nicht unerwünscht sein.
Da unsre kleine Arbeit eine nachträgliche Ergänzung der dort befindlichen systematischen Uebersicht der Versteinerungen des deutschen Kreidegebirges sein soll, sind wir auch ganz der dortigen Ordnung gefolgt, und haben bei jeder Gattung und Art die dortige Seitenzahl, auf welcher dieselben schon angeführt, oder einzuschalten sind, angegeben. Die hier nun folgenden Versteinerungen befinden sich alle in unsrer Sammlung, und wir werden sie stets gern Jedermann, der Interesse daran nimmt, vorzeigen, um dadurch ein wissenschaftliches „Vidimus" für unsre, vielleicht hier und da bezweifelt werdenden, Mittheilungen zu bewirken.

Fische.

Pycnodus scrobiculatus Reuss, Gein. Seite 88. Zahn, auch im untern Pläner vom Gamighügel bei Gamig unweit Dresden..
Corax heterodon Reuss, Gein. Seite 90. Zahn, auch im untern Pläner von Kauscha bei Dresden.
Oxyrhina angustidens Reuss, Gein. Seite 94. Zähne, auch im untern Pläner von Kauscha bei Dresden.
Fisch-Wirbel, Gein. Seite 96. Im Plänersandstein von Goppeln bei Dresden fanden wir zwei sehr von einander verschiedene Fischwirbel. Der eine, ein 2/3 Fragment, hat viele Aehnlichkeit mit den Lamna-Wirbeln aus dem sächsischen Plänerkalk, der andre, ein Ablösungstück, ist aber sehr hochspitz-convex und unterscheidet sich dadurch bedeutend von den gewöhnlich aufgefundenen Lamna-Wirbeln hiesiger Gegend.

[...]

Auszug S. 24f.

Digitalisate: google.com/books?id=nMgfAQAAIAAJ und urn:nbn:de:bsz:14-ppn20269997z5

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