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Machbarkeitsuntersuchungen zur Linienführung der Eisenbahnstrecke Dresden–Prag

tags: dresden-prag, lep2013, börnersdorf, pirna, seidewitztal, meusegast
Eisenbahnstrecke Dresden-Prag: Längsschnitt und Route einer Streckenvariante mit der Geologischen Übersichtskarte GÜK400 (LfULG Sachsen)
Eisenbahnstrecke Dresden-Prag: Längsschnitt und Route einer Streckenvariante mit der Geologischen Übersichtskarte GÜK400 (LfULG Sachsen)
Seit mehreren Jahren arbeiten die Verkehrsministerien des Freistaates Sachsen und der Tschechischen Republik daran, eine optimale Streckenführung einer Eisenbahnstrecke zwischen Dresden und Prag zu finden. Die Kapazitätsgrenze der bestehenden Strecke im Elbtal (Dresden-Děčín-Prag) soll mittelfristig erreicht sein, wobei diese nicht weiter ausbaufähig ist - ein Neubau außerhalb der bestehenden Strecke also unumgänglich sein soll.

Visualisierung nach Fertigstellung der Studie zur optimierten Linienführung von 2012

Bei der bisher bevorzugten Variante enthält die Strecke drei Tunnel/Überwerfungsbauwerke (Heidenau-Großsedlitz; Galgenberg/Ottendorf und der Erzgebirgsbasistunnel mit 20 km Länge), sowie je eine Brücke über das Seidewitz- und das Bahretal.

Die Querung des Seidewitztales südlich des Pirnaer Stadtgebietes erfolgt in unmittelbarer Nähe der ebenfalls geplanten Pirnaer Südumfahrung (B172b). Hinweis: Die in der folgenden Karte zu sehende Streckenführung weicht von der im Video ab (insbesondere bezüglich der Querung des Seidewitztales südlich der geplanten B172b).

Planungskorridor einer Variante und die Geologische Übersichtskarte von Sachsen GÜK400

Der Blick auf die geologische Übersichtskarte verrät es bereits — zwischen der bestehenden Strecke bei Heidenau/Pirna und Meusegast (zu Pirna) könnten bei dieser Routenführung Sedimente der Elbtalgruppe angeschnitten werden. Bei geophysikalischen Studien 2011[3] wurde ein bisher unbekanntes verdecktes Kreidevorommen bei Börnersdorf, Erzgebirge entdeckt. Der sogenannte „Erzgebirgsbasistunnel“ würde dieses Vorkommen in unmittelbarer Nähe queren.

Quellen:

  1. www.nbs-dresden-prag.eu
  2. www.verkehr.sachsen.de/8621.html
  3. Horna et al., 2011. Die Mergel von Börnersdorf (Osterzgebirge) - Stratigraphie, Tektonik und Geophysik eines verdeckten Oberkreidereliktes. Freiberger Forschungshefte: C, Geowissenschaften, 540: 65-78: ebook.

Kommentare (1)

  1. Smithe525:
    26. September 2015, 01:41 Uhr

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