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Die Kreide im Tharandter Wald

tags: geologie, tharandter wald
Die Erosionsreste (Kreide) im Tharandter Wald
Die Erosionsreste (Kreide) im Tharandter Wald
Die in tektonisch geschützter Lage erhalten gebliebenen und durch Erosion vom Schichtenverband der Elbtalkreide abgetrennten Sandsteininseln sind heute fast ausschließlich unter Waldbedeckung anzutreffen (z.B. Tharandter Wald, Höckendorfer und Paulsdorfer Heide, Dippoldiswalder und Reinhardtsgrimmaer Heide).

Tertiäre (miozäne) Schollenbewegungen ließen die Sandsteinpakete an Störungslinien, beispielsweise bis rund 40 m im Tharandter Wald oder mindestens 200 m an der Karsdorfer Störung absinken. Der einsetzende Vulkanismus an den Schollenrändern versiegelte mit seinen „Basaltdecken“ die bereits zu diesem Zeitpunkt von ?Mittelconiac bis auf die Grenze Unterturon-Obercenoman geschrumpften Kreidesedimente.

Kreide im Tharandter Wald

Darstellung der Daten auf Grundlage der Geologischen Übersichtskarte von Sachsen GÜK400 (1:400.000) des sächsischen Landesamts für Umwelt und Geologie (LfUG), Geodaten © OpenStreetMap und Mitwirkende, CC-BY-SA, WISE (eea.eu).

Der Niederschönaer Fluss (Mittelcenoman bis tiefstes Obercenoman)
Im Mittelcenoman bildeten sich zwischen Erzgebirge und dem sich hebenden Lausitzer Block durch Schollenkippung erste Senken, welche anfangs nur den durch Regenwasser sporadisch transportierten Verwitterungsschutt aufnahmen (Basalbrekzien). Die sich in weiterer Folge an den Schollenflanken tektonisch herausmodellierenden Senkenstrukturen begannen kontrolliert Wasser in Richtung Elbtalzone-Nordböhmen hin zur Tethys abzuleiten. Es bildete sich ein stabiles Entwässerungsnetz heraus. Die Sedimente in diesen Paläotälern werden in Sachsen als Niederschöna Formation (Niederschönaer Schichten) zusammengefasst. Dabei handelt es sich um fluviale Konglomerate, Tone, Sandsteine und Siltstein-Tonstein-Wechselschichtungen.

 

(wird fortgesetzt)

Links

www.sächsische-kreide.de - von T. Göhler

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