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Flegel, 1905. Heuscheuer und Adersbach-Weckelsdorf. Eine Studie über die obere Kreide im böhmisch-schlesischen Gebirge

tags: flegel, heuscheuer, böhmen, polen, schlesien
Dissertationsschrift über die obere Kreide von Böhmen und Schlesien
Dissertationsschrift über die obere Kreide von Böhmen und Schlesien
Kurt Flegel, 1905. Heuscheuer und Adersbach-Weckelsdorf. Eine Studie über die obere Kreide im böhmisch-schlesischen Gebirge [Dissertation]: 1-36.

Abstract

I. Stand der Kenntnis.

Die älteste nennenswerte Aufzeichnung über die Adersbach-Weckelsdorfer Kreideablagerungen und das Heuscheuergebirge findet sich bei Geinitz.1) Er unterscheidet einen unteren Quader, darüber einen Pläner und schließlich einen oberen Quader, ohne eine Begrenzung der einzelnen Schichten zu geben und ihre stratigraphische Stellung näher zu beleuchten. Die Felsmasse der Heuscheuer und die Sandsteinpartien von Adersbach-Weckelsdorf hält er für gleichaltrig und rechnet im wesentlichen richtig beide zum oberen Quader, während er in dem "feinkörnigen glaukonitischen Sandsteine" zwischen Schömberg und Friedland unteren Quader vermutet.

Etwas schärfer ist die von Beyrich2) 1849 aufgestellte Gliederung des Quadersandsteingebirges. Er unterscheidet (von oben nach unten):

4. oberen Quadersandstein,

3. Pläner,

2. Plänersandslein,

1. unteren Quadersandstein.

Die Ausdehnung des unteren Quaders wird von ihm bereits richtig angegeben, ebenso wie das inselförmige Auftreten des oberen Quaders bei Adersbach-Weckelsdorf, bei Neuen und Görtelsdorf und auf der Heuscheuer, die er ebenfalls für ein Äquivalent des Quaders von Adersbach und Weckelsdorf hält. Auf der letzteren nicht zutreffenden Annahme und auf der Ansicht, daß der Quader der Wünschelburger Lehne dem unteren Quadersandstein angehöre, beruht seine jetzt nicht mehr aufrecht zu erhaltende Meinung, daß der am Fuße der Braunauer Lehne sich entlang ziehende Plänersandstein dem unteren Quadersandsteine angelagert sei und nicht als Unterlage desselben hervortrete. Die von ihm 1867 herausgegebene geognostische Karte von Niederschlesicn zeigt zwar eine Scheidung in die vier erwähnten Stufen, rechnet aber alle vier zum Cenoman, ohne daß diese Altersbestimmung in den Erläuterungen3) zu dieser Karte begründet wurde. Eine genauere paläontologische Untersuchung wurde durch den Beginn der Aufnahme des Harzes verhindert.


1) Geinitz: Die Versteinerungen von Kieslingswalde und Nachtrag zur Charakteristik des sächsisch-böhmischen Kreidegebirges. Dresden und Leipzig 1843, S. 3 u. 4.
2) Beyrich: Das Quadersandsteingebirge in Schlesien. Zeitschr, d. d. geol. Gesellsch. I. 1849, S. 390 ff.
3) Beyrich: Erläuterungen zu der geognostischen Karte vom niederschlesischen Gebirge und den umliegenden Gegenden. Berlin 1867.

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