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Fritsch, 1869. Paläontologische Untersuchungen der einzelnen Schichten der böhmischen Kreideformation sowie einiger Fundorte in anderen Formationen

tags: fritsch, böhmen, peruc-korycany formation, geologie, cenoman
A. Fritsch erster Teil der Studien im Gebiete der böhmischen Kreideformation
A. Fritsch erster Teil der Studien im Gebiete der böhmischen Kreideformation
Anton Fritsch, 1869. Studien im Gebiete der böhmischen Kreide-Formation. II. Paläontologische Untersuchungen der einzelnen Schichten der böhmischen Kreideformation sowie einiger Fundorte in anderen Formationen. in Koristka: Arbeiten der geologischen Section in den Jahren 1864-1868Archiv für die naturwissenschaftliche Landesdurchforschung von Böhmen (Comissions-Verlag) Prag. 1 (2): 183-242.

Abstract

Vorwort.

Gleichzeitig mit den stratigraphischen Arbeiten wurden im Gebiete der böhm. Kreideformation auch paläontologische Detailstudien in den einzelnen Schichtenstufen derselben vorgenommen, welche Aufgabe mir übertragen wurde.

Bei der Ausdehnung des Terrains und dem mit vieler Mühe und Zeitverlust verbundenen Einsammeln des nöthigen Materiales, war es nicht möglich alle einzelnen Schichtenstufen im Detail gleichzeitig zu untersuchen, namentlich auch desswegen, weil das Studium, um zu endgiltigen Resultaten zu gelangen, bei jeder Stufe über das ganze Terrain ausgedehnt werden muss.

Aus diesem Grunde unterzog ich vorerst die zwei ältesten Schichtenstufen der böhm. Kreideformation, nämlich die Perucer und Korycaner Schichten einer vergleichenden Bearbeitung und zwar in ihrer ganzen Ausdehnung innerhalb Böhmens.

Später sollen in ähnlicher Weise die jüngeren Schichten dieser Formation an die Reihe kommen, damit hiedurch die Grundlage für die Detailbeschreibung desselben gewonnen werde.

Der jetzige Stand unserer Kenntniss der Kreidepetrefakten erlaubt es nicht, eine Arbeit von der Art wie die nachfolgende ist, als etwas definitiv abgeschlossenes zu betrachten, indem man in den letzten Jahren nicht nur in Böhmen, sondern auch in Deutschland, England und Frankreich zu der Ueberzeugung gelangte, dass das Studium der Kreidepetrefakten ganz von neuem begonnen werden müsse, und dass man hiebei die Fundorte und die einzelnen versteinerungsführenden Schichten für jede einzelne Art viel genauer wird angeben müssen, als es bisher geschah.

Dessgleichen stellt sich die Notwendigkeit heraus eine Reihe von monographischen Arbeiten in Angriff zu nehmen, um nach und nach das ganze Material der einzelnen Länder, so wie die einzelnen Artengruppen in ihrer ganzen Verbreitung Uber Europa kennen zu lernen. Nur durch ein sorgfältiges Studium der

Originalexemplare wird man hiebei allmählig zur Sicherheit über die Identität oder Verschiedenheit gewisser Arten gelangen, was nach den älteren meist mangelhaften Abbildungen bisher nicht möglich ist.

Als Beispiel, wie viel noch auszuführen sei, möge die Bemerkung dienen, dass die Zahl der Cephalopoden in der böhm. Kreideformation sich bei einer von mir und Dr. Schlönbach soeben vorgenommenen Revision von 20 Arten auf 46 erhöhte und dass hiebei von den früher beschriebenen Arten nur 15 ihre Namen behielten.

Wenn ich unter diesen Umständen mich dennoch entschlossen habe, die nachstehenden Petrefaktenlisten zu veröffentlichen, so geschah es theils aus dem Grunde, um dadurch eine Rechenschaft über die in den letzten fünf Jahren vorgenommenen Arbeiten abzulegen, theils um einen Anhaltspunkt zu bieten, von dem aus die Richtigstellung und Vervollkommnung unserer Kenntnisse über die einheimischen Kreidepetrefakten wird fortgeführt werden können.

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