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Krenkel, 1914. Zur Gliederung der Kreideformation in der Umgebung von Dresden

tags: krenkel, dresden, stratigraphie
E. Krenkel über die Kreide der Dresdner Umgebung
E. Krenkel über die Kreide der Dresdner Umgebung
Erich Krenkel, 1915. Zur Gliederung der Kreideformation in der Umgebung von Dresden. Zeitschrift der deutschen Geologischen Gesellschaft (Wilhelm Hertz) Berlin 66 (1914).

2. Zur Gliederung der Kreideformation in der Umgebung von Dresden
Von Herrn E. KRENKEL.

Leipzig, den 23. September 1913.

In den Erläuterungen zur Sektion Dresden der geologischen Spezialkarte von Sachsen hat R. Beck innerhalb der liegenden cenomanen, gewöhnlich als "Stufe der Ostrea carinata" bezeichneten Schichten der Kreideformation drei Glieder ausgeschieden, die er bezeichnet als:
1. Ablagerungen mit Ostrea carinata in Vertiefungen des Untergebirges;
2. Lokal im Liegenden des eigentlichen Carinatenplänersandsteins oder des Carinatenpläners entwickelte Konglomerate, Sandsteine und Mergel;
3. Pläner und feinkörnigen Plänersandstein mit Ostrea carinata Lam.

Nach seiner Ansicht sind die unter 1. angeführten später von ihm als ,Klippenfacies" bezeichneten Gebilde, wie die Konglomerate, Sandsteine und Mergel unter 2., die nach ihr Entstehungsweise recht eng zusammengehören, nur lokal vorhanden. An anderen Stellen werden sie von dem Pläner und feinkörnigen Plänersandstein vertreten, der dann unmittelbar dem älteren Untergrund aus krystallinen Gesteinen, wie dem Syenit des Meißener Massivs, oder aus den Rotliegend-Schichten des Döhlener und Elbtalbeckens auflagert.

Diese Auffassung von der faciellen Vertretung der Konglomerate, Sandsteine und Mergel durch Pläner und feinkörnige Plänersandsteine kommt auch in den Randprofilen der geologischen Karte von Sektion Dresden zum Ausdruck, wo teils Pläner, teils "glaukonitische" Sandsteine als transgredierend über dem Untergrund eingezeichnet sind.

Wenige Jahre später hat W. Petrascheck in seinen "Studien über Faciesbildungen im Gebiete der sächsischen Kreideformation" eine abweichende Anschauung geäußert. Er betont, gestützt auf eine Reihe von Profilen, daß das Cenoman des sächsischen Kreidegebietes überall in zwei Stufen zerfällt, in den Carinatenquader und den Carinatenpläner. Letzterer soll nur das Äquivalent eines oberen Komplexes der gesamten cenomanen Carinatenstufe sein, deren unterer durch Carinatenquader (mit Konglomeraten, Sandsteinen, Mergeln) vertreten wird. Der Carinatenquader wird damit von Petrascheck als selbständige Unterstufe des Cenomans aufgestellt.

Die von mir vorgenommenen Revisionsarbeiten für die demnächst erscheinende zweite Auflage der Sektion Dresden haben die von PETRASCHECK vorgeschlagene Gliederung des Cenomans bestätigt. Es läßt sich liberall nach Meisen, sowohl in der Umgebung von Dresden an natürlichen Aufschlüssen und durch eine Reihe von unten zu erwähnenden Bohrprofilen, wie auf den an Sektion Dresden anstoßenden, gegenwärtig in Neubearbeitung befindlichen Sektionen, daß die liegenden Schichten der Kreideformation in Quaderfacies ausgebildet sind. Erst über ihren, die petrographisch recht wechselvoll entsprechend ihrer Natur als transgressiver Bildung über. einem unebenen, manigfaltig zusammengesetzten Untergrud ausgebildet sind, folgt der Carinatenpläner.

Die Abgrenzung zwischen den liegenden, überwiegend sandig-konglomeratischen Schichten und den hangenden Plänern bereitet nur da gewisse Schwierigkeiten, wo wie in der Sächsischen Schweiz die letzteren mehr und mehr sandigen Charakter annehmen.
Die Bohrungen, die uns mit der Verbreitung und dem Aufbau der liegenden Schichten des Cenomans in der Umgebung von Dresden bekannt machen, sind vor allem folgende; die älteren mögen nur der Vollständigkeit halber genannt werden:

Quelle: http://archive.org/details/zurgliederungkr00n

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