Perner, 1897. Foraminifery vrstev Bělohorských [Über die Foraminiferen der Weissenberger Schichten]
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Abstract
Über die Foraminiferen der Weissenberger Schichten.
Von
DR. JAR. PERNER,
Assistenten an der palaeontologischen Abtheilung des königl. böhm. Museums in Prag.
(Resumé des böhmischen Textes.)
Vorrede.Die vorliegende Arbeit bildet die Fortsetzung einer systematischen Bearbeitung der Foraminiferen aus der böhmischen Kreideformation, derer erster Theil: "Foraminiferen des böhmischen Cenomans" vor 4 Jahren erschienen ist ; somit sind dem dabei in der Vorrede entworfenen Plane nach die Foraminiferen aus den dem Turon entsprechenden \Veissenberger Schichten an die Reihe gekommen.
Material zu dieser Arbeit lieferten die Schlemmproben aus allen Fundorten und Horizonten der Weissenberger Schichten, die bei der palaeontologischen Durchforschung Böhmens viele Jahre hindurch durch Hrn. Prof. Dr. Ant. Fric gesammelt wurden, und die jetzt ein wertvolles Material für ein neues Studium der böhmischen Kreide-Foraminiferen, welches seit dem Tode Reuss vernachlässigt wurde, bilden. Aus den untersuchten Localitäten haben sich folgende als die artenreichsten erwiesen: Drinov, Semitz, Premyslan, Lzovitz, Manderscheid und Stradoun. Was die näheren geologischen und palaeontologischen Verhältnisse dieser typischen Localitäten betrifft, verweise ich auf die gediegene Monographie der Weissenberger Schichten von Prof. A. Fric. Die geologischen Verhältnisse der letztgenannten Localität, die später entdeckt wurde, sind von demselben Autor in seiner Studie: "Iserschichten" geschildert. In unsere Monographie wurden nicht aufgenommen die Foraminiferen aus der weissen, jetzt unzugänglichen Foraminiferenschichte von Weissenberg, die auf dem Pläner direct aufgelagert und von einem unsicheren Alter ist. Für die systematische Anord nung wählte ich wie früher das System Brady's und was die Synonymik anbelangt, so bin ich grösstentheils den Anschauungen der englischen Forscher gefolgt, obwohl unter denselben bei manchen Nodosaria und Frondicularia-Arten verschiedene Ansichten über die Synonymik und Identität der von den continentalen Forschern als neu beschriebenen »Arten« herrschen. In solchen Fällen habe ich meine Ansicht über die Synonymik der betreffenden Art näher präcisiert. Was die Litteratur anbelangt, verweise ich auf die bekannten vorzüglichen, und für jeden, der sich mit dem Studium der Foraminiferen eingehend befassen will, unumgänglichen Arbeiten C. D. Sherborn's, nämlich: A bibfiography of the Foraminifera recent and fossil from 1565-1888, und: Index to the genera and species of the Foraminifera. Part. l. and 11., mit welchen wertvollen \Verken uns jetzt möglich ist, die sämmtliche Litteratur zu beherrschen und sämmtliche bis 1888 beschriebene Arten evident zu halten, wie es in keiner anderen zoologischen Gruppe der Fall ist. Die seit dem J. 1888 erschienene wichtigere Litteratur ist bei der Artenbeschreibung citiert.
Bei der Bestimmung der Arten waren mir in ausgiebigster Weise meine hochverehrten Freunde C. D. Sherborn und Fr. Chapman behilflich, wofür ich ihnen meinen wärmsten Dank aussprechen muss, umsomehr, als ein beträchtlicher Theil der älteren italienischen (seltenen und doch wichtigen) Publicationen mir unzugänglich war. Zum grossen Dank bin ich ebenfalls meinem hochverehrten Lehrer, Prof. Dr. A. Fric verpflichtet, der mich bei dieser Arbeit thatkräftigst unterstützte und auf manche interessante Fundorte mich aufmerksam machte.
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