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Phosphatic intraclasts in shallow-water hemipelagic strata (Bohemian Cretaceous Basin)

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Die Bedeutung des böhmisch-sächsischen Kreidebeckens basiert vor allem auf dessen Lage. Als Verbindungsglied zwischen den borealen Gebieten und der Tethys stellte der schmale Abschnitt des Kreidemeeres eine Meerenge dar. Anfangs noch mediterranen Einflüssen ausgesetzt, wandelte sich das Bild hin zu einer borealen Fauna.
Unterschiede der Fazies lassen Rückschlüsse auf die Ablagerungstiefen zu. An der Grenze von Sedimenten des flachen Wassers (abgelagert bei bis zu 200m) zur "hemipelagischen" (ab 200m) Fazies befindet sich Býčkovice (Pitschkowitz).

Ventriculites aus ByckoviceDer an einer Straßenböschung gelegene Aufschluss bei Býčkovice enthält eine enorme Anzahl phosphatisierter und nicht phosphatisierter Fossilien unterschiedlichster Arten. Radek Vodrazka vom Czech Geological Survey und seine Kollegen beschreiben im Fachmagazin Cretaceous Research die breit gefächerte Fauna der etwa bei Litomerice (Leitmeritz) gelegenen Fundstelle.

Foto: Schwamm (Ventriculites) vom Fundort

 

Sie interpretieren die in etwa 350.000 Jahren abgelagerten Sedimente des Oberturons (Teplitzer Formation, Xb)  folgend:

1. Ablagerungen eines hemipelagischen Mergel/Kalksteins, bewohnt von einer Weichboden-Fauna

2. Intensive Phosphatisierung und anschließende Durchmischung der Sedimente durch Bioturbation, sowie durch Wellenbewegung & Strömungen

3. Erneute Ablagerung in hemipelagischer Umgebung und von Schwämmen dominiertes Milieu, die in/auf dem aufgearbeitetem (phospahtischem) Material leben

Quelle:
Vodrázka, R., Sklená , J., Cech, S., Laurin, J., Hradecká, L. 2008.
Phosphatic intraclasts in shallow-water hemipelagic strata: a source of palaeoecological, taphonomic and biostratigraphic data (Upper Turonian, Bohemian Cretaceous Basin), Cretaceous Research (2008), doi: 10.1016/j.cretres.2008.07.007

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