Dresden-Nickern: ehemaliges Kasernengelände

kreidefossilien.de
Baugrube - unterturone Pläner im September 2009
Das etwa 56 Hektar umfassende Gelände am südlichen Stadtrand von Dresden wurde seit Beendigung der langjährigen militärischen Nutzung Schritt für Schritt saniert und als Wohngebiet ausgewiesen. Die Kasernenanlage wurden seit dem Beschluss des Stadtrates vom 1. Dezember 1994 wohnlich gemacht, alte Gebäude saniert und neue Grundstücke erschlossen. Abb.: Baugrube - unterturone Pläner im September 2009

Abstract

A temporarily outcrop in the saxonian cretaceous is situated in the southern part of Dresden. In Dresden-Nickern (lower) turonian sediments (Pläner - argillaceous/calcareous siltstones) are opened. At the former barrack-terrain a residential area is developed since 1995.

 

Im April 2009 begann die Erschließung eines weiteren Teilgebietes am Stadteilpark (siehe Abb.1, blau). Bis Juni 2009 sollten die ersten 29 der insgesamt 49 neuen Grundstücke mit Wasser-, Abwasser- und Gasleitungen erschlossen werden - siehe Gestaltungsplan Wohngebiet Dresden-Nickern. dresden.de/STESAD (02/2008).

Dieses Jahr wird in dem mit Blau markiertem Gebiet gebaut. Grundlage dafür bildete der Bebbauungsplan 35.2 der Stadt Dresden. Mit einem Blick auf die Geologische Karte wird deutlich, dass Unterturone Pläner anstehen. Bereits bei früheren Erschließungen und Hausbauten, wurden dort Funde gemacht.  Ab Juni und wurden einige typische Funde einer unterturonen Fazies (tiefe, wenig bewegte Umgebung mit feinen, sandigen Plänern) gemacht - Foraminiferen, Inoceramen, Schnecken, Ammoniten und vermeintliche Krebsreste.

Situation Anfang September
Situation Anfang September - Plänerbank mit reichlicher Schneckenfauna; Foto: G. Schmahl
Während in den sandigen Plänerschichten keine Funde gemacht wurden, konnten in einer Plänerbank (weniger "sandig" )[siehe Abb.2] im September jede Menge Steinkerne verschiedener Schnecken gefunden werden.

[Abb. 2, rechts] - Suche nach Fossilien in einer bestimmten Plänerbank im September 2009. Foto: G. Schmahl.

 

aktuelle Bilder vom Aufschluss und der Funde

Quellen

Mitteilungen der Sächsischen Zeitung:

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Michael Kurth
Posts: 1
Kommentar
Ausfschluss und Halde
Antwort #1 am: Montag, den 11.10.2010 um 21:58:40 Uhr
Der Aufschluss ist schon seit längerem nicht mehr vorhanden. Auch die Halde ist nun endgültig abgetragen, so dass es hier keine Fundmöglichkeiten mehr gibt.

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