Gallwitz u. Tröger, 1931. Das geologische Profil entlang der Rohrleitung oberhalb Niederwartha bei Dresden
B. Geologischer Teil.
1. Der Sandsteingang im Planer von NiederwarthaDie neue Fahrstraße von Cossebaude nach Niederwartha, die zur Umgehung des unteren Speicherbeckens unmittelbaran den Fuß des Talhanges verlegt Worden ist, schneidet hier ganz schwach nach N geneigte Plänermergel an, in die sich unregelmäßig bis zu 40 cm mächtige Banke harter Plänerkalke einschalten. Die Schichten gehören dem Unterturon an und haben eine kleine Fauna der Labiatus-Zone geliefert. Bei den Bauarbeiten wurden gefunden:
Inoceramus labiatus Schloth.
Nautilus sublaevigatus d’Orb.
Mammites michelobensis Laube & Bruder
Verkohltes HolzFerner liegen aus früheren Funden mit der Ortsbezeichnung,,Niederwartha“ vor:
Ostrea vesicularis Geinitz
Lima divaricata Duj.
Dentalium
Puzosia cf. austeni Sharpe.Die Schichten sind aber im ganzen sehr fossilarm zu nennen. Wo die Straße auf einer Brücke die Rohrbahn überschreitet, werden die Plänerschichten auf der ötlichen Kante, die durch das Zusammentreffen der beiden Böschungen entsteht, von einem kleinen Sandsteingang durchsetzt. Erst in einer Erstreckung von etwa 6 m aufgesehlossen und zeigt eine gleichmahige Mächtigkeit von 10-12 cm. Sein Streichen ist N 25° O und sein Fallen sehr steil N mit ca. 87°. Die Gangfiillung ist ein hellgrauer, an den Rändern gelblicher, quarzitischer Sandstein, der etwa alle Dezimeter quer zerbrochen ist, ohne daß meßbare Verschiebungsbeträge an solchen Stellen zu beobachten sind. Kleine, steil stehende Garnische treten manchmal im Streichen des Ganges auf.
Auszug S. 83
Digitalisat: http://digital.slub-dresden.de/ppn32421987Z/273

