Kafka, 1886. Kritisches Verzeichnis der Ostracoden der böhmischen Kreideformation

Die Ostracoden, welche ich bei ııns besonders häufig in denTeplitzer Schichten bei Koschtitz, seltener auch in den Weissenberger und Priesener Schichten vorfinden, waren schon früher Gegenstand der Nachforschungen des Dr. A. E. Reuss, welcher die Resultate seiner Untersuchungen in seinem Werke „Die Versteinerungen der böhmischen Kreideformation“ 'und eben auch in einer späteren Arbeit „Die Ostracoden des sächsischen Pläners“, welche in „Geinitz. Das Elbthalgebirge in Sachsen II.“ veröffentlicht war, zusammentrug.
Reuss kannte zuerst 17 Arten von denen 11 Arten bei Geinitz mit dem böhmischen Fundorte Koschtitz aufgeführt sind. Unter denübrigen 6 Arten haben als solche nur noch 2 ihre Geltung, während die anderen 4 nur als Synonymen oder Variationen von anderen Arten betrachtet werden.
Die zerstreuten Beiträge zur Kenntniss eines Theiles der Fauna der böhmischen Kreideformation zusammenzubringen und mit neueren Untersuchungen und Beobachtungen zu vervollständigen ist die Abicht dieser Arbeit. Ich führe da alle bis jetzt bekannten Arten von Ostracoden der böhmischen Kreideformation in einem kritisch-systematischen Verzeichnisse auf. Zu den älteren Arten reihen sich einige neue Species; so dass die Gesammtzahl die Höhe von 20 erreicht. Die Ostracoden kommen in der böhmischen Kreideformation vor:
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- In den Weissenberger Schichten bei Drinow, Semitz, Prerow und am Weissen Berge bei Prag
- In den Teplitzer Schichten sehr häufig auf den Koschtitzer Platten bei Koschtitz
- In den Priesener Schichten bei Leneschitz, Luschitz, Priesen und Brozan.
Quelle: http://kramerius.lib.cas.cz/kramerius/PShowPageDoc.do?id=1104737

