Petrascheck, 1905. Die Zone des Actinocamax plenus in der Kreide des östlichen Böhmen

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Petrascheck: plenus-Zone in Ostböhmen
Wilhelm Petrascheck, 1905. Die Zone des Actinocamax plenus in der Kreide des östlichen Böhmen. Jahrbuch der Geologischen Reichsanstalt : 399-434. Abb.: Petrascheck: plenus-Zone in Ostböhmen

Daß sich die Plänersandsteinstufe der schlesischen Geologen weit nach Böhmen hinein verfolgen läßt, ist eine altbekannte Tatsache. Von Osten aus hat Beyrich diesen Horizont bis an die Gehänge des Aupaflußes verfolgt und in seiner geologischen Karte Niederschlesiens als selbständiges Glied zwischen dem cenomanen Quader und dem unterturonen Pläner ausgeschieden. Jokely1) dahingegen sprach sich nach seiner nur wenig später erfolgten Kartierung der Gegend von Jičin bis Braunau dahin aus, daß dieser Plänersandstein mit dem Quadermergel, das ist dem turonen Planer, untrennbar zusammengehöre. Auf den von ihm herrührenden Kartenblättern hat demnach der Plänersandstein dieselbe Farbe erhalten wie der darüberliegende Pläner. Wolf verfuhr gelegentlich der Aufnahme der Umgebung von Nachod in gleicher Weise. Er betrachtete jedoch den Quadermergel JokeIys als ein Glied des Cenomans2), ganz ebenso wie er damals den Grünsandstein der Gegend von Malnitz als zum Rotomagien gehörend auffaßte3). Mít dem Vorgehen Jokelys stimmt dasjenige überein, das in den Karten der naturwissenschaftlichen Landesdurchforschung von Böhmen zum Ausdruck kommt. Es werden die über den Cenomanquadern liegenden Plännerschichten zum Unterturon (Weißenberger Schichten) gestellt.
[...]

Auszug S. 399

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