Schulze, 1769. Nachricht von den in der dreßdnischen Gegend vorhandenen Mineralien und Foßilien

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C.F. Schulze über
Christian Friedrich Schulze,1769. Nachricht von den in der dreßdnischen Gegend vorhandenen Mineralien und Foßilien. Neues Hamburgisches Magazin oder Fortsetzung gesammleter Schriften aus der Naturforschung der allgemeinen Stadt- und Land-Oekonomie und den angenehmen Wissenschaften überhaupt 6 (31): 195-232. Abb.: C.F. Schulze über

p. 207f.

Wenn man von Langebrück nach Dreßen gehet, so gelangt man ohnweit der dreßdnischen Heyde an eine ziemliche Anhöhe, welche unter den Namen des Trobsberges bekannt ist. Dieser ganze Berg ist über und über mit Steinen und Geschieben bedeckt, unter welchen sich auch ein gewisser conglomerirter Stein befindet, der einige Betrachtung verdient.

Die Grundfarbe dieses Die Grundfarbe dieses Steines ist insgemein gelblich oder grau, die in demselben eingeschlossene Geschiebe aber haben theils eine weiße, theils aber auch eine bräunliche Farbe, und sind bisweilen ziemlich durchsichtig. [...]
 
["Trobsberg"  = "Trachauer Berg" nach Gumprecht, 1835: S. 26)]
[evtl. "Trachenberg", siehe "Accurate Situations-Carte von einem Theile des Churfürstenthums Sachsen" von 1762 Blatt Dresden]

p. 220

Seitwärts Tharand fängt sich der bekannt Grüllenburger Wald an, in welchem man in verschiedenen Sandsteinbrüchen allerley Arten von Versteinerungen und Abdrücken antrifft.

Der Herr Bergrath Henkel hat bereits diese Steinbrüche einiger Untersuchung gewürdigt, in-
dem er auf der 561. S. seiner Verwandschaft des Pflanzen- mit dem Mineralreiche nicht nur einen schönen Abdruck von einer ziemlich großen Kammmuschel, sondern auch eine andere gewisse  Versteinerung aus diesen Brüchen anführet, welche der Herr Bergrath wegen ihrer seltenen Beschaffenheit zu den zur Zeit noch unbekannten Arten von versteinerten Dingen zählet, indem er sagt: Ich habe von dieser Versteinerung alle Autores, so viel ich nur habhaft werden können, nachgeschlagen , aber dergleichen Figur nicht finden können, auch so Liebhabern gewi?en, ohne daß jemand dergleichen will gesehen haben.
Inzwischen ist zu vermuthen, daß es eine Art eines Insecti marini sey. Es findet sich diese
Figur in einem Sandsteinbruche im Grüllenburger Walde sehr häufig. Darneben sind so eine unzählige Menge von Muschel- und Schneckenwerk, daß es einem Liebhaber nur eine Luft zu se?en ist.
[...]

Quelle: http://www.ub.uni-bielefeld.de/diglib/aufkl/neuhammag/

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