Seifert, 1938. Das Cenoman-Vorkommen westlich vom Letzten Heller bei Dresden

Alfred Seifert, 1938. Das Cenoman-Vorkommen westlich vom Letzten Heller bei Dresden. Sitzungsberichte und Abhandlungen der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Isis, Dresden e.V (Zeitschriftenband 1934/37 + Mitgliederverz. 1935). Abb.: Seifert, Cenoman-Vorkommen am Heller (A4)

Das Cenoman-Vorkommen westlich vom Letzten Heller bei Dresden

Von Alfred Seifert, Dresden

Mit 2 Abbildungen im Text

Bei der Untersuchung des Cenoman-Vorkommens westlich vom Letzten Heller (auf Blatt Moritzburg-Klotzsche der sächsischen geologischen Spezialkarte) war man bisher auf wenige Lesesteine angewiesen. Beim Bau der Reichsautobahn Dresden-Görlitz wurde im Herbst 1936 in einem Einschnitt ein größerer Teil der cenomanen Gesteine abgetragen und dadurch ein Einblick in die Schichtfolge und die Lagerungsverhältnisse ermöglicht. Da der Aufschluß nach der Fertigstellung der Autobahn bald verwachsen sein dürfte, sollen im folgenden die während des Baues gemachten Beobachtungen niedergelegt werden. Die geologische Aufnahme erfolgte im Auftrage des Sächsischen Geologischen Landesamtes. Herr Lehrer A. Uhlig stellte ein von ihm während der Bauarbeiten aufgenommenes Profil zur Verfügung, ferner konnten die Fossilaufsammlungen von Herrn Diplom-Handelslehrer Dr. F. Rackow benützt werden. Zwei Profile der in dem Einschnitt abgetragenen Schichten im Maßstab 1:45 und 1:50 sowie drei photographische Aufnahmen des Aufschlusses konnten der Kosten wegen hier nicht abgedruckt werden; sie sind im Archiv des Sächsischen Geologischen Landesamtes niedergelegt.

Von SW kommend, schneidet die Reichsautobahn zuerst in Abteilung 59 tiefer in den Untergrund ein. Hier, westlich des von der Westecke des Hellers nach dem Roten Teich hinführenden Weges, wurde in einer Höhe von mehreren Metern Syenit angeschnitten. Dieser ist sehr stark zerrüttet und wird von zahlreichen Harnischen durchsetzt. Nach dem Tälchen hin, das sich vom Roten Teich nach SO hin herabzieht, wird die Höhe geringer. Über dem anstehenden festen Syenit tritt eine mehrere dm mächtige Schicht von deutlich geschichtetem Syenitgrus auf, die von mehrere dm mächtigem Heidesand überlagert wird. Auch östlich des Weges und der benachbarten Schneise 24 tritt in dem Anschnitt der geschichtete Syenitgrus, überlagert von Heidesand, auf.

[...]

Auszug S. 54f.

Digitalisat: http://digital.slub-dresden.de/ppn32421996Z/478

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