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Gmelin, 1779. Des Ritters Carl von Linné vollständiges Natursystem des Mineralreichs, 4. Theil

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J. F. Gmelins deutsche Ausgabe des Linné'schen Systema Naturæ
J. F. Gmelins deutsche Ausgabe des Linné'schen Systema Naturæ
Johann Friedrich Gmelin, 1779. Des Ritters Carl von Linné vollständiges Natursystem des Mineralreichs, nach der zwölften Lateinischen Ausgabe. In einer freyen und vermehrten Übersetzung. Vierter Theil nebst dreyßig Kupfertafeln von Nr. 10 bis 36.

Erwähnung einiger bereits damals bekannte klassischer Fundstellen der sächsischen Kreide (Plauenscher Grund sowie der Pirnaer Steinbrüche im Elbsandsteingebirge

[...]

Auf dem weissen Hirsch bey Schneeberg in Sachsen findet man rothe Blende in grünem Marmor, und im Pläner unweit Dresden mancherley Korallarten in körnigen Kalkstein verwandelt.
[...]

[Vorrede, S. IV]

T. Versteinerungen von der Steckmuschel, Pinniten. Tab. XVI. fig. 188.

Quelle: e-rara.chFinden sich in Piemont, zuweilen noch mit der glänzenden Schaale, bey Aristorf in der Schweiz, Stücke davon, in Franken, in dem Steinbruche bey Pirna, und auf dem Plauischen Grunde bey Dresden.
Noch finden sich eine Menge versteinter zwey, schaaliger Schaalenthiere unter einander bey Livergnano im Mittlern Italien, in runden Kalkgeschieden, die in Schichten von Mergel über weißgrauem Sandstein liegen; in dem schwarzen Kalkstein der englischen Grafschaft Derby, am Tomstrome in Sibirien in Carneol, und in andern schon genannten Gegenden; Versteinerungen von allen Ordnungen und Geschlechtern der Schaalenthiere unter einander in dem Muschelachate, den man vornämlich im coburgischen und bambergischen, besonders bey Oberfüllbach , Elsa, und Bertelsdorf findet, in den mancherley Arten des Muschelmarmors, (Lapis megarius Tab. XVI. fig. 189.) den man ausser den (B. I. S. 390) angeführten Orten in Schweden, bey Belem im Stift Osnabrück, bey Winzenburg im Stift Hildesheim, bey Neustadt  am Rübenberge im Hannoverischen, bey Salzthal im Braunschweigischen Salzdalischer Stein), bey Goslar am Harze, bey Dischleben, bey Hora und Bleicherode in der Grafschaft Hohenstein, bey Wernigerode, bey Esperstadt in der Grafschaft [...]

[S. 55]

AA. Versteinerungen von Walzenschnecken, Cylindriten, und mehrere Volutiten, auch einige Bucciniten, Tab. XVII. fig. 209.

Quelle: e-rara.chMan findet sie noch seltener als die vorhergehenden bey Chaumont in Frankreich, bloß verkalkt in Piemont, vornämlich bey Turin in gelblichten / und bey Canale in weissen Kalkstein verwandelt, bey Verona im Freystaate Venedig in weissen, bey Paring unweit Wien in Niederösterreich in graulichten Kalkstein verwandelt, auf dem plauischen Grunde bey Dresden, (wenn es nicht vielmehr Coniten sind), bey Serresheim in Westphalen, und auf dem Hexenberge bey Zürich in der Schweiz, (wenn auch diese nicht viel, mehr Coniten sind). Die sogenannte wilde Muschel (Volut. ebraea) findet man auch zuweilen verkalkt unter der Erde, Tab. XVII. fig. 21O. auch mehrere von den Spindelwalzen, vornämlich von der knotigen Bandnadel bloß verkalkt bey Chaumont in Frankreich.

[S. 68]

XX. Versteinerungen von Hornkorallen.

a) Von ästigen, ästige Ceratophyren, astiges oder buschiges Korallenholz. In der Grafschaft Neufchatel in einer Kalkart liegend; dahin gehören auch einige Alcyonienwurzeln.

b) Von netzförmigen, oder sogenannten Seefächern, Ceratophyta reticulata, Corallinae reticulatae. TAB. XXVII. fig. 303

Quelle: e-rara.chAnmerkung: Figur 303 ist identisch mit der von Walch, 1768-1773. «Die Naturgeschichte der Versteinerungen zur Erläuterung der Knorrischen Sammlung von Merkwürdigkeiten» veröffentlichten Abbildung: TAB. F. VII. b.* — es handelt sich wohl eher um einen Schwamm als um eine Koralle.

Sind ziemlich selten, und bald bloß abgedrückt, bald wirklich versteinert, entweder ganz,in Sachsen, vor, nämlich auf dem plauischen Grunde bey Dresden (in gelbem sandichtem Mergelschiefer) und bey Kosor; unweit Prag in Böhmen (in schwarzem Kalkstein), oder nur einzelne Stücke von der Wurzelfläche, bey Wielicjka ln Gallizien.

[S. 115]

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