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Helck, 1749. Nachricht von den Versteinerungen um Dreßden und Pirna

tags: helk, historie, plauenscher grund, pirna
J.C: Helck, 1749: Fossilien aus der sächsischen Kreide, mitte des 18. Jahrhunderts
J.C: Helck, 1749: Fossilien aus der sächsischen Kreide, mitte des 18. Jahrhunderts
Johann Christian Helck, 1749. Nachricht von den Versteinerungen um Dreßden und Pirna. Hamburgisches Magazin - oder gesammelte Schriften, zum Unterricht und Vergnügen, aus der Naturforschung und den angenehmen Wissenschaften überhaupt (Hamburg) 4 (1): 530-537.

Abstract

Eine halbe Stunde von Dreßden fängt sich bey dem Dorfe Plauen der so genannte plauische Grund an, durch welchen die Äeißeriß herab in die Elbe fließe Dieses enqe Thal, welches das Auge, besonders des Natursorschers, vergnügen kann, läuft süd wärrs eine halbe Meile lang, bis an das Dorf Potschappel, sort, und ist größtentheils, zumal an der Morgenseite, von Felsen eingeschlossen, die zum Theil fast senkrecht, ungefähr 10 Ellen hoch abgebrochen stehen. Diese Felsen bestehen aus Porphyr, und lassen kein Merkmaal von Versteinerungen in sich entdecken. Sie haben aber durchgehends eine Decke von verschiedenen Gesteinen und Erden, so anVersteinerungen reich sind. Größtentheils sind sie mit einer jage von weißen Kalksteinen bedeckt, welche mit röthlichem ietten und weißer lockerer Polirerde vermengt sind. An einigen Orten findet man zwischen den Felsen und den Kalksteinen eine Schicht von unreifem Porphyr, und anderswo von einem graugrünlichten glimmerichten festen Gesteine. Theils ruhen auf diesen Porphyrfelsen andere von Sandstein, welche wiederum mit großen Ballen von unreifem Porphyr und jagen von Kalksteinen bedeckt, und mit weißer Erde durchadert sind. In allen diesen Arten sindet man Versteinerungen, Kammmuscheln, Schraubmuscheln, Ammonshörner und gemeine Schnecken, Seeapfel von allerley Art, und ihre abgesonderte Stacheln, sowohl kolbigte oder sogenannte Judensteine, als spitzige, so einige sonsien für versteinerte Gewürznelken gehalten haben, Luchssteine und Würmchen.

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J.C. Helck, sometimes written as J.C. Helk