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Sturm, 1901. Der Sandstein von Kieslingswalde in der Grafschaft Glatz und seine Fauna

tags: sturm, kieslingswalde, polen, schlesien
Sturms Beitrag über Versteinerungen aus der westsudetischen Kreide
Sturms Beitrag über Versteinerungen aus der westsudetischen Kreide
Friedrich Sturm, 1901. Der Sandstein von Kieslingswalde in der Grafschaft Glatz und seine Fauna. Jahrbuch der Königlich Preussischen geologischen Landesanstalt und Bergakademie Berlin 21: 39-98.

Abstract

Der Sandstein von Kieslingswalde in der
Grafschaft Glatz und seine Fauna.
Von Herrn Friedrich Sturm in Breslau.
(Hierzu Taf. II—XI.)

Einleitung.

Die Anregung zu vorliegender Arbeit verdanke ich Herrn Professor Dr. Frech, der mir im Frühjahr 1898 die Bearbeitung der tektonischen und stratigraphischen Verhältnisse der Kreideformation im südlichen Theile der Grafschaft Glatz empfahl. Im Frühjahr und Herbst 1898 beschäftigte ich mich mit der geologisch - kartographischen Aufnahme jener Gegend unter Zugrundelegung der betreffenden Messtischblätter.

Hierbei wurde indessen die Feststellung des Alters der einzelnen Kreidehorizonte und deren gegenseitige Abgrenzung wesentlich erschwert durch den grossen Mangel an Versteinerungen und durch das Fehlen eingehender Bearbeitungen, die die geologische Stellung wenigstens eines Theiles der Kreideschichten in diesem Gebiete festgestellt hätten. Selbst die Schichten und die fossile Fauna des altberühmten Fundortes Kieslingswalde bei Habelschwerdt hatten noch keine genaue, ihr Alter feststellende Bearbeitung erfahren, obwohl gerade sie am geeignetsten dazu gewesen wären.

War an der Hand der zahlreichen Fossilien des Kieslingswalder Sandsteins dessen Alter einmal festgestellt, dann konnte man, von ihm ausgehend, auch den paläontologischen und stratigraphischen Charakter der übrigen Kreideschichten leicht beurtheilen. Deshalb beschränkte ich mich darauf, die Fauna des Kieslingswalder Sandsteins vom paläontologischen und stratigraphischen Gesichtspunkte aus eingehend zu bearbeiten, und nur, soweit es zum besseren Verständniss nöthig ist, einen kurzen Ueberblick Ober die sonstigen stratigraphischen und tektonisohen Verhältnisse der Gegend von Habelschwerdt und Mittelwalde zu geben.

Im Herbst 1899 hielt ich mich wieder 2 Monate in der Kieslingswalder Gegend auf, um Material zu sammeln und Aufnahmen zu machen.

Den Herren Professoren Dr. Frech (Breslau), Dr. Kalkowsky und Dr. Deichmüller (Dresden), Dr. Stolley (Kiel), den Herren Langenhan und Seydel (Liegnitz), Grundey (Kattowitz) und Gallisch (Nieder-Laugenau) sei ergebenst gedankt für freundliche Ueberlassung des reichen Materials ihrer Institute, resp. Privatsammlungen, und ihre sonstige Unterstützung. Dank der Freundlichkeit des Herrn Professors Dr. Fritsch durfte ich auch die reichhaltigen Sammlungen des Prager Museums näher besichtigen. Auch die Königl. preuss. geologische Landes-Anstalt zu Berlin schickte mir Vergleichsmaterial in entgegenkommender Weise zu.

Im Jahre 1843 gab Geinitz (»Die Versteinerungen von Kieslingswalde und Nachtrag zur Charakteristik des sächs.-böhm. Kreidegebirges«) eine kurze Bearbeitung der Kieslingswalder Fossilien, deren Abbildungen aber sehr wenig gelungen sind. Ueberdies fehlt noch die Beschreibung vieler, nachträglich bekannt gewordener Formen. Auch traf Geinitz keine Entscheidung über das Alter der Kieslingswalder Sandsteine. In späteren Schriften (Elbthalgeb. Paläontogr. Bd. 20, I u. II, 1871/75) rechnet sie derselbe Autor zum Oberen Quader, also zum Unter-Senon.

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