Wanderer, 1908. Ein Vorkommen von Enoploclytia Leachi Mant. sp. im Cenoman von Sachsen

Karl Wanderer, 1908. Ein Vorkommen von Enoploclytia Leachi Mant. sp. im Cenoman von Sachsen. Sitzungsberichte und Abhandlungen der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Isis, Dresden e.V (Zeitschriftenband 1908/12+Mitgliederverz. 1909/11). Abb.: Wanderer, Enoploclytia leachi aus dem Cenoman von Sachsen

III. Ein Vorkommen  von Enoploclytia  Leachi Mant. sp. im Cenoman von Sachsen.

Von Dr. K. Wanderer.
Mit 1 Abbildung.

Das Königl. Mineralogische Museum zu Dresden gelangte kürzlich in den Besitz einer Enoploclytia Leachi Mant. sp., die ihres stratigraphischen Vorkommens wegen Beachtung verdient. Das Fundstück entstammt dem cenomanen Quader (Stufe des Actinocamax plenus) der Goldenen Höhe bei Welschhufe südlich von Dresden, wo es von einem Freunde des Museums, Herrn v. Scheel, im Steinbruch selbst erworben wurde. Es kann über die Herkunft des Krebses ein Zweifel um so weniger bestehen, als das Gestein die typische petrographische Zusammensetzung besitzt, die wir aus den Lagen mit Douvilléiceras Mantelli Sow. sp. dieses Fundortes kennen.

Unsere Erwerbung stellt den Cephalothorax obengenannter Krebsart als Steinkern dar, der einem kleineren Tiere (ca. 13 cm Gesamtlänge) zugehörte. Der Teil distal der Nackenfurche ist stark corrodiert, das Rostrum abgestoßen; Nacken-, I. und II. Rückenfurche, ebenso die kurze randständige Längsfurche zwischen den erstgenannten Einschnürungen treten dagegen deutlich vor und gestatten durch Lage und Verlauf eine sichere Bestimmung der Art. Enoploclytia Leachi galt Reuß*) als eine sehr bezeichnende Form für das mittlere Turon. A. Fritsch**) weist sie im gesamten Turon und im unteren Senon Böhmens nach, in den Weißenberger, Malnicer-, Iser, Teplitzer- und Priesenerschichten. [...]

Auszug S. 23

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