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Geschichte der Kreideforschung in Sachsen und Böhmen

Anton Fritsch bei einem Vortrag am 6. August 1879 zur Geologie von Chotzen
Anton Fritsch bei einem Vortrag am 6. August 1879 zur Geologie von Chotzen
Als Begründer der Kreideforschung in Sachsen gilt Hanns-Bruno Geinitz. Mit seinem Werk "Charakteristik der Schichten und Petrefacten des sächsischen Kreidegebirges" ab 1839 legte er den Grundstein zur Erfoschung der böhmisch-sächsischen Kreide.
» Kreidehistorie 19. August, 2015

August Emanuel von Reuss (1811-1873)

A.E. Reuss

August Emanuel Rudolf Reuss (A.E. Reuss) wurde am 8. Juli 1811 im böhmischen Bílina (Bilin) geboren. Er promovierte mit nur 22 Jahren zum Doktor der Medizin an der Universität in Prag. Doch bereits vor seinem Medizinstudium interessierte sich Reuss für die Geologie/Mineralogie und führte während seiner Arzttätigkeit Geologisch-Paläontologische Untersuchungen durch.

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» Kreidehistorie 19. August, 2015

Georg Justin Carl Urban Schlönbach (*10.3.1841; †13.8.1870)

Urban Schlönbach, geboren 1841 in Liebenhall bei Salzgitter bearbeitete unter anderem die Brachiopoden der (nord-)deutschen und böhmischen Kreide. Anton Fritsch beendete die gemeinsame Publikation über die Cephalopoden der böhmischen Kreide nachdem U. Schlönbach 1870 unerwartet bei Kartierungsarbeiten in der Region Banat (Rumänien) starb.

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» Kreidehistorie 19. August, 2015

Ferdinand von Roemer (*5.1.1818; †14.12.1891)

C. F. Roemer (auch C. F. Römer) war ein deutscher Geologe und Paläontologe im 19. Jahrhundert. Als jüngster von sieben Geschwistern - darunter F.A. Roemer - wuchs er ab dem 6. Lebensjahr ohne Vater auf. Er studierte ab 1836 in Göttingen Jura, brach dieses Studium aber aufgrund politischer Entscheidungen notgedrungen ab und ging 1840 nach Berlin. Er erlangte die Doktorwürde 1842 mit seiner paläontologischen Arbeit "De astarum genere".

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» Kreidehistorie 19. August, 2015

Friedrich Adolph Roemer (*14.04.1809; †25.11.1869)

F. A. Roemer (auch F.A. Römer) war ein deutscher Geologe und Paläontologe aus Hildesheim (Niedersachsen). 1841 veröffentlichte er eine wegweisende Monographie über die norddeutschen Kreideversteinerungen. Er starb im 1869 im Alter von 60 Jahren in Clausthal.

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» Kreidehistorie 19. August, 2015

Wilhelm Petrascheck (* 1876 in Pancsova, Ungarn; † 1967 in Österreich)

Wilhelm Petrascheck, geboren am 25. April 1876 in Pancsova (heute Ungarn) war Sohn Österreichischer Eltern. Er lebte in seiner Jugend in Leitmeritz, dem heutigen Litomerice (Tschechien). Er studierte an der Technischen Hochschule in Dresden und in Halle und Leipzig. Promoviert hat Petrascheck 1899 bei Hermann Credner mit "Studien über die Faciesbildung der sächsischen Kreideformation". Ab 1901 lebte und arbeite Petrascheck in Österreich.

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» Kreidehistorie 19. August, 2015

Hans Prescher (*1926 in Strehla; †1996 in Dresden)

Hans Prescher war langjähriger Direktor (1972 bis 1988) des Staatlichen Museum für Mineralogie und Geologie zu Dresden (heute Teil der SNSD). Walter, H. (2001) betonte dessen Bedeutung für die Rotliegend-, Kreide- und Tertiärforschung in Sachsen. Unter seiner Leitung wurde die Kustodie Paläobotanik geschaffen und die Forschungsgebiete Mineralogie, Petrografie und Paläontologie in ihrer Entwicklung vorangetrieben. "Ein großer Verdienst von Hans Prescher waren seine Bemühungen um die litho- und biostratigraphische Gliederung der sächsischen Kreide" (Walter, 2001).

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» Kreidehistorie 19. August, 2015

Filip Počta (* 19.11.1859 in Prag; † 7.1.1924 in Prag)

Filip Počta (auch Phillip Pocta) war ein tschechischer Geologe und Paläontologe. Er studierte an der Karls-Universität in Prag bei Jan Krejčí, später in Bonn und Paris. Er verfasste umfangreiche Arbeiten über die Schwämme der Oberkreide [1-5]. Später befasste er sich mit kretazischen Riffbildnern - den Korallen und Rudisten. Er war Assistent von Ottomar Novák und nach dessen Tod bearbeitete er das böhmische Silur. Er starb im Alter von 65 Jahren in seiner Geburtsstadt Prag.

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» Kreidehistorie 19. August, 2015

Hermann Credner (1841-1913)

Hermann Credner, (* 1. Oktober 1841 in Gotha; † 21. Juli 1913 in Leipzig)

Carl Hermann Credner (* 1. Oktober 1841 in Gotha; † 21. Juli 1913 in Leipzig) war Geowissenschaftler an der Universität Leipzig.

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» Kreidehistorie 19. August, 2015

Antonín Frič (Anton Fritsch) (1832 - 1913)

Porträt von Anton Fritsch (auch Antonin Fric)

Der Naturforscher, Geologe und Paläontologe, geboren am 30. Juli 1832 in Prag, prägte mit seinen Werken zu den Formationen der böhmischen Oberkreide die Forschung im 19. und 20. Jahrhundert.

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» Kreidehistorie 19. August, 2015

Hanns Bruno Geinitz (*1814 in Altenburg; †1900 in Dresden)

Portrait von H.B. Geinitz

Prof. Dr. Hanns Bruno Geinitz verstarb am 28. Januar 1900 im Alter von 85 Jahren. Er war ein bedeutender Geologe und Paläontologe - vor allem für Sachsen. Er war Direktor des königlichen Mineralogischen Museum Dresden und veröffentlichte über 400 geologische Publikationen, darunter für die sächsische Kreide sehr wichtige Standardwerke: z.B. Das Elbthalgebirge in Sachsen (1871-75).

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» Kreidehistorie 17. Juli, 2015

Über die in "Naturgeschichte der Versteinerungen..." (Walch, 1768-1773) abgebildete Fossilien aus der sächsischen Kreide

Über im 18. Jahrhundert beschriebene Fossilien der sächsischen Kreide

Das Werk von Johann Ernst Immanuel Walch, Die Naturgeschichte der Versteinerungen zur Erläuterung der Knorrischen Sammlung von Merkwürdigkeiten der Natur erschien zwischen 1768 und 1773 in 4 Bänden. Die von Georg Wolfgang Knorr erstellten Kupferstiche zeigen unzählige (vermeintliche) Fossilien -darunter auch Stücke aus den Sandsteinbrüchen bei Pirna und aus dem Plauenschen Grund. Walch beschrieb die von Knorr willkürlich zusammengestellten Tafeln u.a. anhand des Originalmaterials eingehender.

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» Kreidehistorie 21. Oktober, 2014

Spongites saxonicus - vom Schwamm zum Spurenfossil

Vom Schwamm zum Spurenfossil

Ein bekanntes Problem in der Erforschung der sächsischen Kreide waren die heute unter Thalassinoides saxonicus (Geinitz) und Ophiomorpha nodosa Lundgren bekannten Strukturen. Die in marinen Sedimenten vorkommenden Röhrenkomplexe wurden von H.B. Geinitz in seiner Monographie "Charakteristik der Schichten und Petrefacten" 1839-1843) als Spongites saxonicus beschrieben. Von Anfang an bestand Unklarheit über die Deutung der mitunter sehr variablen Strukturen. Geinitz ordnete Diese den Schwämmen zu, während H. R. Göppert bei seinen Untersuchungen (1842) die Vermutung äußerte, dass es sich um Algen (Fucoidea) handeln könnte. Die Analogien zu rezenten Wurmröhren griff wiederrum F. Dettmer in seinen Arbeiten zum "Fucoidenproblem" auf und interpretierte die Funde letztlich als eine den Foraminiferen zugehörige Form.

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» Kreidehistorie 16. April, 2014

Gedanken zur frühen Kreideforschung: Was war vor Geinitz?

Schulze, 1760: Abdruck eines kretazischen Seesterns aus den sogenannten Pirnaischen Sandsteinbrüchen (Elbstandsteingebirge)

Jeder, der sich auch nur ein wenig mit der sächsischen Kreide und deren Fossilien beschäftigt, wird eher Früher als Später auf den Namen Hanns-Bruno Geinitz stoßen. H.B. Geinitz (1814-1900) kann als Begründer der Kreideforschung in Sachsen gelten. In der ersten monographischen Bearbeitung der sächsischen Oberkreide-Petrefakten hat er dazu den Grundstein bereits in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts gelegt und Selbiges bis zu seinem Tod geprägt. Allerdings veröffentlichten einige Naturforscher bereits 80 Jahre vor Geinitz (kleinere) Arbeiten über Fossilien der sächsischen Kreide.

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» Kreidehistorie 7. Februar, 2014

historische Bezeichungen aus dem 18. Jahrhundert für Fossilien

Bezeichnungen für (Pseudo-) Fossilien aus dem 18. Jahrhundert

In Arbeiten aus dem 18. Jahrhundert finden sich mitunter seltsam anmutende Bezeichnungen für Fossilien und Pseudofossilien. Johann Ernst Immanuel Walch veröffentlichte 1762 seinen ersten Band "Das Steinreich" mit 24 Kupfertafeln. Es fehlen zwar die Fundortangaben, aber bebilderte "Medusenhäupter", "Chamiten" oder "Fungiten" machen das Werk dennoch interessant.

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