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cenomane Brandungsklippe Gamighübel, Leubnitz

tags: gamighübel, leubnitz, cenoman, brandungsklippe, klippenfazies
Der Gamighübel - heute nur eine unscheinbare Erhebung auf einem Feld zwischen Leubnitz, Torna und Goppeln
Der Gamighübel - heute nur eine unscheinbare Erhebung auf einem Feld zwischen Leubnitz, Torna und Goppeln
Zwischen Kauscha und Leubnitz, inmitten eines Feldes, erhebt sich der sogenannte Gamighübel. Der Gamig, einst heidnische Opferstätte, besteht aus einem Granodiorit des Lausitzer Typus. Obwohl die Kuppe nur wenig aus ihrer Umgebung aufragt, so stellt sie dennoch eine beträchtliche Erhebung des cenomanen Meeresbodens dar, da sie selbst noch die Schichten des turonen Labiatus-Pläners durchragt.
Geologische Karte GK50 Sachsen
Darstellung auf der Grundlage von Daten und mit Erlaubnis des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie; Shading: © ASTER GDEM is a product of METI & NASA, Imagery GIScience Research Group @ Heidelberg University; OpenStreetMap-Mitwirkende (Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Durch Steinbruchbetrieb wurden eine Anzahl größerer und kleinerer Höhlungen und Taschen angeschnitten, die mit einem fossilreichen Kalkmergel gefüllt sind (oberes Obercenoman der Dölzschen-Formation).

Durchragung der kreidezeitlichen SedimenteWie beim Hohen Stein, dem Ratssteinbruch, dem alten Bruch an der Heidenschanze, der Klippe in Meißen-Zscheila oder dem Kahlebusch bei Dohna, handelt es sich auch beim Gamighübel (auch Gamighügel) um einen altbekannten Fundpunkt der sogenannten "Klippenfazies " (Petrascheck 1899). Im Gegensatz zu den genannten, befindet sich dieser Fundpunkt in einem stark verfallenen Zustand. Die Brandungstaschen sind nicht erkennbar. Bereits Häntzschel (1933) erwähnte die mangelhafte Aufschlusssituation.

Der Gamighübel steht unter Naturschutz, weshalb sich ein Arbeiten im Anstehenden verbietet. Lesefunde sind dennoch möglich, jedoch mittlerweile selten.

Beschreibung
Aufschlussbereich steht unter Naturschutz
Literatur
Links
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Funde

Kommentare (3)

  1. Dr. Bernd Hofmann:
    27. März 2025, 14:32 Uhr

    Die hochinteressanten, vor allem Cenoman-Funde am Gamighübel führten mich zu folgender Frage: Hat es außer den kreidezeitlichen und/oder anderen prähistorischen Funden tatsächlich keinerlei Artefakte z.B. aus dem Mittelalter gegeben? Bekannt ist mir leider bisher dazu nichts geworden, obgleich der Gamighübel im ausgehenden Hochmittelalter bis etwa 1250AD eine Burgwarte eines Herrensitzes in Leubnitz an einer Regionalstraße Dohna-Dresden getragen haben könnte. Seit der frühen Neuzeit sind allerdings durch Steinbruchbetrieb alle oberflächennahen Hinweise dazu vernichtet worden. MfG Bernd Hofmann

    Antworten

  2. Dr. Bernd Hofmann:
    27. März 2025, 14:32 Uhr

    Die hochinteressanten, vor allem Cenoman-Funde am Gamighübel führten mich zu folgender Frage: Hat es außer den kreidezeitlichen und/oder anderen prähistorischen Funden tatsächlich keinerlei Artefakte z.B. aus dem Mittelalter gegeben? Bekannt ist mir leider bisher dazu nichts geworden, obgleich der Gamighübel im ausgehenden Hochmittelalter bis etwa 1250AD eine Burgwarte eines Herrensitzes in Leubnitz an einer Regionalstraße Dohna-Dresden getragen haben könnte. Seit der frühen Neuzeit sind allerdings durch Steinbruchbetrieb alle oberflächennahen Hinweise dazu vernichtet worden. MfG Bernd Hofmann

    Antworten

  3. Dr. Bernd Hofmann:
    27. März 2025, 14:32 Uhr

    Die hochinteressanten, vor allem Cenoman-Funde am Gamighübel führten mich zu folgender Frage: Hat es außer den kreidezeitlichen und/oder anderen prähistorischen Funden tatsächlich keinerlei Artefakte z.B. aus dem Mittelalter gegeben? Bekannt ist mir leider bisher dazu nichts geworden, obgleich der Gamighübel im ausgehenden Hochmittelalter bis etwa 1250AD eine Burgwarte eines Herrensitzes in Leubnitz an einer Regionalstraße Dohna-Dresden getragen haben könnte. Seit der frühen Neuzeit sind allerdings durch Steinbruchbetrieb alle oberflächennahen Hinweise dazu vernichtet worden. MfG Bernd Hofmann

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